Zum Hauptinhalt springen

Lösung

KI-Wissensmanagement für Unternehmen: Firmenwissen aus Dateien nutzen

Firmenwissen entsteht, wenn verstreute Dateien an einem Ort liegen und ihre Inhalte indexiert werden. In Nexoria übernimmt Nexoria Drive die Ablage. Beschäftigte finden die Inhalte anschließend über die semantische Dokumentensuche, die zu jedem Treffer die Quelle nennt, oder sie fragen den KI-Assistenten Nex. Workspaces regeln, wer worauf zugreift. Ergebnisse lassen sich in Doc, Calc und Slides weiterverarbeiten.

Was ist Firmenwissen?

Firmenwissen ist das, was in den Unterlagen eines Unternehmens steht: Angebote, Verträge, Protokolle, Handbücher, Auswertungen, Korrespondenz. Es liegt in Dateien, nicht nur in Köpfen. Zu nutzbarem Firmenwissen wird dieser Bestand erst, wenn zwei Bedingungen zusammenkommen.

  • Erschlossen. Die Inhalte der Dateien sind maschinell ausgewertet, nicht nur ihre Namen und Ordnerpfade. Wer eine Frage stellt, muss nicht wissen, in welchem Dokument die Antwort steht.
  • Rechtegeprüft. Beim Abruf wird geprüft, wer den Inhalt sehen darf. Ohne diese Prüfung ist eine Wissenssuche eine Datenschutzbaustelle, kein Fortschritt.

Fehlt die erste Bedingung, findet niemand etwas. Fehlt die zweite, findet jeder alles. Beide Fehler kommen in der Praxis vor, und beide werden erst sichtbar, wenn eine KI auf den Bestand gelassen wird.

Warum verstreute Dateien noch kein Firmenwissen sind

In den meisten Unternehmen liegt der Bestand nicht an einem Ort, sondern verteilt über Netzlaufwerke, persönliche Cloud-Ordner, Postfächer und lokale Rechner. Gesucht wird darin über Dateinamen und Volltext. Beides setzt voraus, dass die suchende Person die richtigen Wörter kennt: den Projektnamen, die Kundennummer, die Formulierung, die im Dokument tatsächlich verwendet wurde.

Daraus folgen drei wiederkehrende Muster. Erstens wird nachgefragt statt gesucht, weil eine Kollegin schneller antwortet als die Suche. Zweitens entsteht Arbeit doppelt, weil das vorhandene Ergebnis nicht gefunden wurde. Drittens wandern Inhalte in Werkzeuge, die niemand freigegeben hat, weil sie dort scheinbar besser auffindbar sind. Das dritte Muster ist das teuerste, weil es den Bestand nicht nur zersplittert, sondern aus der Kontrolle nimmt.

Eine redaktionell gepflegte Wissensdatenbank ist sinnvoll, wenn Mitarbeitende Abläufe gemeinsam dokumentieren und freigeben sollen. Eine KI-Suche ergänzt diesen Ansatz, wenn vorhandene Dateien schwer auffindbar sind. Beide brauchen klare Zuständigkeiten und aktuelle Quellen. Die Auswahlhilfe für Wissensmanagement-Software zeigt, welcher Ansatz zu welcher Aufgabe passt.

Wie aus Dateien Firmenwissen wird

Der technische Weg ist bei allen Systemen dieser Art ähnlich und lässt sich in fünf Schritten beschreiben. Er gilt unabhängig vom Anbieter.

  • Ablegen. Die Dateien kommen an einen gemeinsamen Ort, damit es einen Bestand gibt, über den überhaupt gesprochen werden kann.
  • Indexieren. Aus jeder Datei wird der Text gewonnen, in Abschnitte zerlegt und in eine mathematische Darstellung überführt, die Bedeutung abbildet. Diese Darstellungen heißen Embeddings.
  • Suchen. Eine Frage wird in dieselbe Darstellung überführt und mit den Abschnitten verglichen. Gefunden wird, was inhaltlich passt, auch wenn kein Wort wörtlich übereinstimmt.
  • Belegen. Zu jedem Treffer wird das Quelldokument mitgeliefert. Ohne diesen Schritt ist eine Antwort nicht überprüfbar.
  • Antworten. Ein Sprachmodell formuliert aus den gefundenen Abschnitten eine Antwort. Dieses Verfahren heißt Retrieval Augmented Generation, kurz RAG. Ausführlich beschrieben wird es auf der Seite Enterprise Search.

Entscheidend ist, an welcher Stelle die Zugriffsrechte greifen. Werden sie erst nach der Suche angewendet, kann eine Antwort Inhalte enthalten, die der fragenden Person nicht offenstehen. Diese Frage sollte bei jedem Anbieter vor der Funktionsliste geklärt werden.

Welche Optionen gibt es?

Es gibt mehr als einen sinnvollen Weg, und nicht jeder führt zu Nexoria. Vier Wege sind gebräuchlich.

  • Alles lassen, wie es ist. Die Ablage bleibt, gesucht wird über Dateinamen und Volltext. Das kostet nichts und reicht, solange der Bestand klein ist und die Beteiligten wissen, wonach sie suchen.
  • Eine redaktionelle Wissensdatenbank aufbauen. Wissen wird von Hand aufgeschrieben und gepflegt. Der Vorteil ist die redaktionelle Qualität, der Preis ist dauerhafter Pflegeaufwand neben den Originaldateien.
  • Die vorhandene Suite um deren KI erweitern. Wer ohnehin Microsoft 365 einsetzt, kann Copilot hinzubuchen. Copilot ist dort ein separat zu lizenzierendes Zusatzprodukt, die Einzelheiten stehen im Vergleich mit Microsoft Copilot.
  • Selbst betreiben. Quelloffene Software wie Nextcloud lässt sich im eigenen Haus oder bei einem deutschen Hoster betreiben. Wer die volle Kontrolle über den Betrieb will, ist damit gut bedient. Was dabei zu bedenken ist, steht im Vergleich mit Nextcloud.

Der fünfte Weg ist der, den Nexoria geht: Ablage und Wissenszugang sind dasselbe System. Das lohnt sich, wenn der Bestand ohnehin umziehen soll, wenn Zugriffsrechte auch für KI-Antworten gelten müssen und wenn die Verarbeitung in Deutschland und der EU bleiben soll. Ist keine dieser Bedingungen erfüllt, ist einer der anderen vier Wege wahrscheinlich der günstigere.

Wie Nexoria daraus Firmenwissen macht

Dateien als Wissensquelle

Nexoria Drive ist der Cloud-Speicher der Plattform und zugleich die Quelle des Firmenwissens. Das Laufwerk fügt sich in den Windows-Explorer ein, Dateien werden dort verwaltet, synchronisiert und stehen auch offline zur Verfügung. Es gibt keine zweite Ablage nur für Nex: Was abgelegt und freigegeben ist, ist die Wissensbasis.

Indexierung

Freigegebene Inhalte werden indexiert und stehen danach in der Dokumentensuche und in Nex bereit. Aufnahmen, Scans und Bilder erschließt die Audio- und Texterkennung, also Transkription und Texterkennung auf gescannten Unterlagen, bevor die erkannten Inhalte in denselben Index gehen. Dokument-Embeddings, Analyse und semantische Suche laufen dabei vollständig lokal auf deutschen Servern.

Semantische Suche

Die Dokumentensuche durchsucht die Inhalte eines Workspaces nach Bedeutung, nicht nach Stichwörtern. Sie kombiniert dafür Stichwortsuche und semantische Suche, in der Produktbeschreibung als Hybrid-Retrieval bezeichnet. Sie steht im KI Chat und zusätzlich als eigenes Suchfenster zur Verfügung und verbraucht keine KI Tokens. Auch bei aufgebrauchtem Token-Kontingent bleibt der Zugriff auf das eigene Wissen also erhalten.

Quellen

Jedes Ergebnis nennt das Quelldokument, dazu gibt es eine Vorschau mit Tabellen, Bildern und Formatierung. Antworten von Nex tragen dieselbe Quellenreferenz. Damit ist jede Aussage bis zur Ausgangsdatei zurückverfolgbar, und genau das unterscheidet eine belegte Antwort von einer plausibel klingenden.

KI-Chat

Nex ist der KI-Assistent und die Hauptoberfläche der Plattform. Er arbeitet auf dem freigegebenen Firmenwissen des jeweiligen Workspaces, fasst Dokumente zusammen, analysiert sie, legt Aufgaben und Termine an und stößt Automatisierungen an. Auf Wunsch kommt eine Internet-Recherche mit Quellenangabe dazu.

Rechte und Workspaces

Workspaces bestimmen, welche Personen und welche Chatbots welche Inhalte sehen dürfen. Es gibt die Rollen Admin, Mitglied und Betrachter. Dieselben Rechte gelten für Suche, Nex und Chatbots gleichermaßen. Nicht jeder Mitarbeiter sieht automatisch den gesamten Bestand, und das ist der Punkt, an dem Firmenwissen und Datenschutz zusammenfallen statt in Konflikt zu geraten.

Office-Weiterverarbeitung

Was gefunden wurde, muss weiterverwendet werden können. Doc, Calc und Slides sind die Office-Apps für Texte, Tabellen und Präsentationen und unterstützen .docx-, .xlsx- und .pptx-Dateien. DocStudio erzeugt direkt im Chat Präsentationen, Berichte und Dokumentenvergleiche aus den freigegebenen Inhalten, jeweils mit Quellenreferenz. Der Weg von der Frage zum fertigen Dokument bleibt damit in einem System.

Prüfen Sie Layouts, Formatierungen, Formeln und Makros mit eigenen Beispieldateien, bevor Sie bestehende Office-Abläufe umstellen. Die Unterstützung der Dateiformate bedeutet nicht, dass jede Microsoft-Office-Funktion unverändert arbeitet. Hinweise dazu stehen im Vergleich mit Microsoft 365.

Mail und Meet als optionale zusätzliche Wissensquellen

Ein Teil des Firmenwissens entsteht nicht in Dateien, sondern in Korrespondenz und Besprechungen. Nexoria Mail bindet Postfächer per SMTP und IMAP an, Nexoria Meet führt Videokonferenzen mit Live-Transkription durch. Relevante Verläufe und Protokolle erweitern dann die Wissensbasis. Beides ist ein gemeinsames Zusatzprodukt und ausdrücklich optional: ohne Buchung stützt sich das Firmenwissen allein auf die Dateien in Nexoria Drive. Die Transkription in Meet setzt die aktive Zustimmung jedes Teilnehmers voraus, es gibt keine stille Aufzeichnung.

Voraussetzungen

Was vorliegen muss, bevor aus Dateien Firmenwissen wird. Stand .
VoraussetzungAngabeFundstelle
VerfügbarkeitDer öffentliche Zugang ist für den 14.09.2026 geplant.llms.txt
geprüft am
ArbeitsplätzeEin Nutzer entspricht einem Gerät. Derselbe Nutzer kann nicht auf mehreren Geräten gleichzeitig verwendet werden.Nexoria auf einen Blick
geprüft am
DateiablageNexoria Drive fügt sich als virtuelles Laufwerk in den Windows-Explorer ein.Produkt und Funktionen
geprüft am
Speicher im Tarif10 GB je Unternehmen im Tarif Base, 20 GB je Unternehmen im Tarif Pro. Darüber hinaus 0,20 Euro je GB und Monat, gerechnet nach übergebenen Quellbytes.Preise
geprüft am
EinrichtungWird individuell nach Aufwand berechnet, abhängig von der zu indexierenden Datenmenge.Preise
geprüft am
OrganisationVor der Einführung muss feststehen, welche Teams und Projekte eigene Workspaces bekommen, denn daran hängen die Zugriffsrechte.Produkt und Funktionen
geprüft am

Datenschutz und Infrastruktur

Firmenwissen zentral zu machen heißt, den gesamten Bestand an einer Stelle zusammenzuführen. Deshalb gehört an diese Stelle die Frage, wo verarbeitet wird und wer daran beteiligt ist, und nicht ans Ende einer Broschüre.

Verarbeitungsorte der Nexoria-Plattform, je Komponente. Stand .
KomponenteVerarbeitungsortFundstelle
Dateien, Index und SucheDateien, Wissensindex und semantische Suche laufen auf dedizierten Servern in Deutschland. Website und Dashboard werden ebenfalls in Deutschland gehostet. Für Dateiablage, Wissensindex und semantische Suche wird keine Public-Cloud-Infrastruktur von AWS, Azure oder Google Cloud genutzt.Sicherheit und Datenschutz
geprüft am
Embeddings und semantische SucheDokument-Embeddings, Analyse und semantische Suche laufen vollständig lokal auf deutschen Servern.Sicherheit und Datenschutz
geprüft am
AntwortgenerierungDie Antwortgenerierung durch Nex nutzt Mistral AI mit Verarbeitung in Frankreich.Mistral AI, Rechtliche Hinweise
geprüft am
MandantentrennungStrikte Datenisolierung pro Mandant auf Datenbank- und Vektorspeicher-Ebene, Rollenmodell mit Admin, Mitglied und Betrachter, serverseitige Berechtigungsprüfung auf jedem API-Endpunkt.Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten
geprüft am
Technische FehlerüberwachungWeitere Dienste und aktivierte Integrationen sind gesondert zu betrachten: Fehlerüberwachung über Sentry, ohne Zugriff auf Dokumentinhalte, Zahlungsabwicklung über Stripe sowie Microsoft Graph und Gmail bei aktivierter E-Mail-Integration. Beim optionalen VoiceBot stellt Telnyx den Telefonanschluss in Frankfurt bereit; Spracherkennung und Sprachsynthese erfolgen über Voxtral von Mistral AI in Frankreich. Die Komponenten und beteiligten Anbieter sind unter Sicherheit und Datenschutz sowie im Verarbeitungsverzeichnis aufgeführt.Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten
geprüft am

Beleg

Die von Nexoria an Mistral AI übermittelten Daten werden nicht für Modelltraining verwendet. Der Ausschluss ist im Auftragsverarbeitungsvertrag zwischen Nexoria und Mistral AI vereinbart.

Fundstelle: Nexoria auf einen Blick. Geprüft am .

Die Aussage bezieht sich auf die Nexoria-Konfiguration und den Vertrag mit Mistral AI; sie ist keine allgemeine Aussage zu allen Angeboten von Mistral AI.

Nexoria ist auf die Anforderungen der Verordnung (EU) 2016/679 (DSGVO) ausgelegt. Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28, Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten nach Art. 30 und Datenschutz-Folgenabschätzung nach Art. 35 sind öffentlich einsehbar. Es gibt keine Zertifizierungsstelle, die DSGVO-Konformität bescheinigt. Die Aussage ist eine Selbstauskunft mit öffentlich einsehbarem Unterbau.

Dateien, Wissensindex und semantische Suche laufen auf dedizierten Servern in Deutschland. Die Antwortgenerierung durch Nex nutzt Mistral AI mit Verarbeitung in Frankreich. Weitere Dienste und aktivierte Integrationen sind gesondert zu betrachten: Fehlerüberwachung über Sentry, ohne Zugriff auf Dokumentinhalte, Zahlungsabwicklung über Stripe sowie Microsoft Graph und Gmail bei aktivierter E-Mail-Integration. Beim optionalen VoiceBot stellt Telnyx den Telefonanschluss in Frankfurt bereit; Spracherkennung und Sprachsynthese erfolgen über Voxtral von Mistral AI in Frankreich. Die Komponenten und beteiligten Anbieter sind unter Sicherheit und Datenschutz sowie im Verarbeitungsverzeichnis aufgeführt. Alle eingesetzten Dienstleister stehen namentlich im Verzeichnis nach Art. 30.

Konkrete Funktionen

Welcher Baustein welchen Beitrag zum Firmenwissen leistet. Stand .
BausteinBeitrag zum FirmenwissenFundstelle
Nexoria DriveAblage im Windows-Explorer, Synchronisation, Versionierung, Papierkorb mit Karenzzeit. Freigegebene Inhalte gehen in den Index.Produkt und Funktionen
geprüft am
DokumentensucheSemantische Suche mit Hybrid-Retrieval, Quellenangabe bei jedem Treffer, Dokumentvorschau, kein Verbrauch von KI Tokens.Produkt und Funktionen
geprüft am
NexAntworten auf dem Wissen des Workspaces, Zusammenfassungen und Analysen, Aufgaben und Termine, Internet-Recherche mit Quellenangabe.Produkt und Funktionen
geprüft am
Workspaces und DatenbankenGetrennte Wissensräume je Team und Projekt, Rollen Admin, Mitglied und Betrachter, firmenübergreifende Collab-Workspaces.Produkt und Funktionen
geprüft am
DocStudio in NexPräsentationen als .pptx, Berichte als PDF und Dokumentenvergleiche aus freigegebenen Inhalten, jeweils mit Quellenreferenz.Produkt und Funktionen
geprüft am
Audio und TexterkennungTranskription von Audio sowie Texterkennung auf Scans und Bildern, die Ergebnisse werden indexiert.Produkt und Funktionen
geprüft am
ChatbotsBeantworten Besucherfragen auf der eigenen Website mit dem Wissen des zugewiesenen Workspaces, mit Quellenreferenz.Produkt und Funktionen
geprüft am
Nexoria Mail und Nexoria MeetOptionales Zusatzprodukt für 19 Euro in Base und 9 Euro in Pro je Nutzer und Monat. Mailverläufe und Meeting-Protokolle erweitern das Firmenwissen.Preise
geprüft am

Vergleich zur klassischen Dateiablage

Die linke Spalte beschreibt das übliche Muster aus Netzlaufwerk oder Cloud-Ordner mit Datei- und Volltextsuche, nicht ein bestimmtes Produkt. Einzelne Anbieter stehen auf den Vergleichsseiten mit Fundstelle und Prüfdatum.

Klassische Dateiablage und Nexoria im Vergleich. Stand .
KriteriumKlassische DateiablageNexoria
Was durchsucht wirdDateinamen, Ordnerpfade und VolltextInhalte nach Bedeutung, kombiniert mit Stichwortsuche
Was zurückkommtEine Trefferliste aus DateienEine Antwort mit genannter Quelle und Dokumentvorschau
Voraussetzung beim SuchendenDie richtigen Wörter und möglichst der richtige OrdnerEine Frage in natürlicher Sprache
Nicht textliche InhalteScans, Bilder und Aufnahmen bleiben außen vorTexterkennung und Transkription führen sie in den Index
Rechte bei KI-AntwortenNicht vorgesehen, es gibt keine KI-AntwortWorkspaces gelten für Suche, Nex und Chatbots gleichermaßen
PflegeaufwandOrdnerstruktur und BenennungsregelnKeine zweite Ablage, der Index folgt den vorhandenen Dateien
WeiterverarbeitungGetrennte Programme, Ergebnisse per Hand übertragenDoc, Calc, Slides und DocStudio arbeiten auf denselben Inhalten

Grenzen, wann Nexoria nicht passt

Diese Seite ist keine Empfehlung für jeden Fall. Es gibt Konstellationen, in denen Nexoria die falsche Wahl ist, und es ist billiger, das hier zu lesen als im Projekt zu merken.

  • Zertifizierung als Vergabevoraussetzung. Nexoria ist weder nach ISO 27001 noch nach SOC 2 zertifiziert, ein Zertifizierungsverfahren ist derzeit nicht terminiert. Die technischen und organisatorischen Maßnahmen orientieren sich am BSI IT-Grundschutz und sind umgesetzt, konkret an den Bausteinen ORP.4, CON.1, APP.5.3 und OPS.1.1.5. Das ersetzt kein Zertifikat. Eine Zertifizierung setzt ein externes Audit voraus, ein solches Verfahren ist derzeit weder beauftragt noch terminiert. Wenn Ihre Vorgaben eine Zertifizierung des Anbieters verlangen, erübrigt sich der Rest.
  • Eigenbetrieb ist Pflicht. Wenn der Bestand das eigene Rechenzentrum nicht verlassen darf, ist quelloffene Software der richtige Weg. Der Vergleich mit Nextcloud geht auf dieses Betriebsmodell im Einzelnen ein.
  • Sehr große Altbestände. Im Tarif enthalten sind 10 GB je Unternehmen beziehungsweise 20 GB je Unternehmen. Darüber hinaus kostet Speicher 0,20 Euro je GB und Monat. Bei Beständen im Terabyte-Bereich ist das ein eigener Kostenblock, der vor der Entscheidung gerechnet gehört.
  • Andere Betriebssysteme als Windows. Dokumentiert ist Nexoria Drive als virtuelles Laufwerk im Windows-Explorer. Zu anderen Betriebssystemen liegt keine veröffentlichte Angabe vor, deshalb steht hier keine.
  • Anbieter mit großer Organisation gefordert. Hinter Nexoria stehen zwei Gründer und keine weiteren Beschäftigten. Wer eine Organisation mit tiefer personeller Redundanz verlangt, sollte das offen prüfen. Die Antwort dazu steht in der Übersicht für Einkauf und Datenschutzprüfung.
  • Belege für Suchqualität gefordert. Zur Trefferqualität der Dokumentensuche liegt keine veröffentlichte Messung mit offengelegter Methodik vor, ebenso wenig ein Kundenfall mit veröffentlichten Messwerten. Wer eine belastbare Zahl braucht, bekommt sie hier nicht, sondern nur eine Demonstration am eigenen Bestand.

Wissen für Einarbeitung und Übergabe sichern

Bei einem Mitarbeiterwechsel müssen Aufgaben, Ausnahmen und Entscheidungsgründe zunächst dokumentiert werden. Nexoria kann zugängliche Unterlagen erschließen; nicht festgehaltenes Erfahrungswissen entsteht dadurch nicht automatisch. Der Leitfaden zur Wissenssicherung enthält eine Übergabevorlage und einen praktischen Abnahmetest.

Für die anschließende KI-Suche nutzen Sie den Pilot mit Quellen- und Zugriffsprüfung. So prüfen Sie mit eigenen Testdaten, ob das dokumentierte Wissen tatsächlich nutzbar ist.

Häufige Fragen

Was zählt bei Nexoria als Firmenwissen?

Firmenwissen sind die Inhalte der Dateien, die in Nexoria Drive liegen und für einen Workspace freigegeben sind. Beim Ablegen werden sie indexiert und stehen danach der Dokumentensuche und dem KI-Assistenten Nex zur Verfügung. Audio und Texterkennung erschließt zusätzlich Aufnahmen, Scans und Bilder, die erkannten Inhalte werden ebenfalls indexiert. Welche Dateiformate im Einzelnen indexiert werden, ist öffentlich nicht dokumentiert.

Müssen wir unsere Inhalte für die KI doppelt pflegen?

Nein. Die Wissensbasis entsteht aus den Dateien, die ohnehin in Nexoria Drive liegen. Es gibt keine zweite Ablage, in der Wissensartikel getrennt gepflegt werden müssten. Wird eine Datei geändert, ändert sich damit die Grundlage für Suche und Antwort.

Sieht dann jeder Mitarbeiter das gesamte Firmenwissen?

Nein. Workspaces bestimmen, welche Personen und welche Chatbots welche Inhalte sehen dürfen. Strikte Datenisolierung pro Mandant auf Datenbank- und Vektorspeicher-Ebene, Rollenmodell mit Admin, Mitglied und Betrachter, serverseitige Berechtigungsprüfung auf jedem API-Endpunkt.

Woher weiß ich, worauf eine KI-Antwort beruht?

Die Dokumentensuche nennt zu jedem Ergebnis das Quelldokument und zeigt eine Vorschau mit Tabellen, Bildern und Formatierung. Auch Antworten des KI-Assistenten Nex tragen eine Quellenreferenz, ebenso die Ergebnisse aus DocStudio. Damit lässt sich jede Aussage bis zur Ausgangsdatei zurückverfolgen.

Gehören E-Mails und Besprechungen auch zum Firmenwissen?

Nur mit dem Zusatzprodukt Mail und Meet. Nexoria Mail bindet Postfächer per SMTP und IMAP an, Nexoria Meet transkribiert Videokonferenzen nach aktiver Zustimmung jedes Teilnehmers. Relevante Verläufe und Protokolle erweitern dann das Firmenwissen. Das Zusatzprodukt kostet im Tarif Base 19 Euro und im Tarif Pro 9 Euro je Nutzer und Monat. Ohne diese Buchung stützt sich das Firmenwissen allein auf die Dateien in Nexoria Drive.

Wie lange dauert die Einrichtung?

Die Einrichtung wird individuell nach Aufwand berechnet und hängt von der zu indexierenden Datenmenge ab. Eine allgemein gültige Dauer ist nicht veröffentlicht, und eine Schätzung ohne Kenntnis Ihres Bestands wäre eine erfundene Zahl. Neukunden erhalten ab der Registrierung eine 14-tägige kostenlose Testphase.

Quellen

Stand

  1. Verordnung (EU) 2016/679, Datenschutz-Grundverordnung. Amt für Veröffentlichungen der Europäischen Union, 2016. https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:32016R0679 Abgerufen am .Fundstelle für die auf dieser Seite genannten Artikel 28, 30 und 35.
  2. Lewis et al., Retrieval-Augmented Generation for Knowledge-Intensive NLP Tasks. Advances in Neural Information Processing Systems 33, NeurIPS, 2020. https://arxiv.org/abs/2005.11401 Abgerufen am .Erstbeschreibung des im Abschnitt zur Funktionsweise genannten RAG-Verfahrens.

Stand

Nächster Schritt

Der belastbarste Test ist der eigene Bestand. In einem Gespräch klären wir, welche Ablagen zusammengeführt werden, wie die Workspaces geschnitten werden und was die Indexierung Ihrer Datenmenge kostet.